Reflexionswerkzeug
Werteklärung: Was ist mir gerade wichtig?
Eine ruhige Selbstklärung in acht Schritten. Sie wählen einen Lebensbereich und schauen, wie wichtig er Ihnen gerade ist und wie viel Raum er aktuell im Alltag bekommt. Etwa 13 Minuten.
Bevor Sie beginnen
Werteklärung
Diese Übung lädt Sie ein, in einem ruhigen Moment zu klären, was Ihnen aktuell wirklich wichtig ist. Sie überlegen zuerst, welcher Lebensbereich Sie gerade beschäftigt. Dann benennen Sie einen konkreten Wert, schauen wie viel Raum er bekommt und woran es manchmal hakt. Am Ende steht ein kleiner Schritt, der zu Ihnen passt.
Was passiert mit Ihren Eingaben?
Das Tool speichert Ihre Eingaben nicht auf unserem Server und nicht dauerhaft im Browser. Wenn Sie den Tab schließen, stehen Ihre Eingaben im Tool nicht mehr zur Verfügung.
Wenn Sie Inhalte als PDF speichern, kopieren oder herunterladen, liegen diese Daten auf Ihrem Gerät. Wir empfehlen, sensible Inhalte an einem sicheren Ort aufzubewahren.
Schritt 1 von 8
Welcher Bereich beschäftigt Sie aktuell am stärksten?
Wählen Sie den Bereich, der gerade am meisten in Ihren Gedanken auftaucht. Es darf auch ein Bereich sein, der Ihnen erst beim Lesen auffällt.
Schritt 2 von 8
Welcher Wert ist Ihnen in diesem Bereich gerade besonders wichtig?
Ein Wert ist eine Richtung, die Ihnen innerlich wichtig ist. Ein Ziel ist konkret und abhakbar, zum Beispiel: am Samstag eine Freundin anrufen. Ein Wert ist nicht abhakbar, aber durch kleine Schritte erreichbar, zum Beispiel: verlässlich sein, Nähe leben, lernen, sich selbst treu bleiben. Hier ein paar Beispiele, wie Werte in verschiedenen Bereichen aussehen können. Gesundheit und Körper: Fürsorge, Lebendigkeit, Stabilität, Erholung. Beziehungen: Nähe, Vertrauen, Ehrlichkeit, Verlässlichkeit. Familie: Verbundenheit, Respekt, Eigenständigkeit, Versöhnung. Arbeit: Lernen, Klarheit, Beitrag, Entwicklung. Eigene Entwicklung: Mut, Wachstum, Geduld, Selbstkenntnis. Zugehörigkeit und Kultur: Würde, Authentizität, Vielfalt, Selbstbestimmung. Ruhe und Selbstfürsorge: Grenzen, Gelassenheit, Freundlichkeit. Sinn und Glaube: Hoffnung, Dankbarkeit, Mitgefühl, innerer Halt. Schreiben Sie in eigenen Worten, was für Sie passt.
Schritt 3 von 8
Fühlt sich dieser Wert nach eigener Richtung oder nach äußerem Druck an?
Werte tragen besser, wenn sie sich nach eigener Richtung anfühlen. Diese Frage soll nichts bewerten. Sie macht nur sichtbar, ob hier vor allem eine eigene Bewegung mitspielt oder ob auch Erwartungen von außen mitlaufen.
Schritt 4 von 8
Wie wichtig ist Ihnen dieser Wert gerade?
Es gibt keine richtige oder falsche Antwort. Bitte wählen Sie das Gefühl, das gerade am ehesten passt.
Schritt 5 von 8
Wie viel Raum hat dieser Wert aktuell in Ihrem Alltag?
Wenn Sie an die letzten Tage denken: wie viel Platz hat dieser Wert tatsächlich bekommen?
Schritt 6 von 8
Was macht es Ihnen gerade schwer, diesen Wert mehr zu leben?
Mehrfachauswahl möglich. Bis zu drei Punkte, die am ehesten passen. Sie können den Schritt auch überspringen.
Ergänzung zu Schritt 6
Möchten Sie das noch in eigenen Worten beschreiben?
Optional. Ein Satz reicht, wenn etwas davon Sie besonders beschäftigt.
Schritt 7 von 8
Was würden Sie sich für diesen Wert konkret mehr wünschen?
Schreiben Sie es in einfachen Worten. Ein Satz reicht. Es geht nicht um eine große Vision, sondern um das, was Sie sich für Ihren Alltag wünschen.
Schritt 8 von 8
Was wäre ein kleiner Schritt in den nächsten Tagen, der zu diesem Wert passt?
Klein darf wirklich klein sein. Beschreiben Sie kurz: <strong>Was</strong> Sie tun, <strong>wann</strong> Sie es tun, <strong>mit wem</strong> oder allein und <strong>wie klein</strong> der Schritt sein darf, damit er heute oder morgen wirklich machbar ist.
Ihre Werte-Reflexion
Sie haben festgehalten, was Ihnen gerade wichtig ist.
Diese Reflexion ist eine Momentaufnahme. Was gerade im Vordergrund steht, kann sich verändern. Kleine Schritte können ein Anfang sein.
Was Sie aufgeschrieben haben
Diese Reflexion ist eine Orientierungshilfe und ersetzt keine psychotherapeutische Diagnostik oder Behandlung. Wenn Ihnen das Klären schwerfällt oder belastende Themen auftauchen, kann ein professionelles Gespräch hilfreich sein.
Hintergrund
Was steht hinter diesem Tool?
Diese Übung kombiniert Elemente aus der akzeptanz- und commitmentbasierten Therapie (ACT) mit klassischer Wertereflexion. Sie ersetzt keine Therapie und keine Diagnostik. Werte selbst sind oft relativ stabil; was sich verändern kann, ist ihre aktuelle Bedeutung und Sichtbarkeit im Alltag. Diese Reflexion macht beides sichtbar.
Häufige Fragen
Kurz erklärt
Ist das eine Therapie oder eine Diagnostik?
Nein. Diese Reflexion ist eine Orientierungshilfe. Sie ersetzt keine psychotherapeutische Diagnostik oder Behandlung.
Wie lange dauert die Übung?
Etwa 13 Minuten in acht Schritten. Sie können jederzeit zurückgehen oder abbrechen.
Was passiert mit meinen Eingaben?
Das Tool speichert keine Eingaben auf unserem Server und nicht dauerhaft im Browser. Wenn Sie den Tab schließen, sind die Eingaben weg. Die optionale PDF wird lokal in Ihrem Browser erzeugt.
Was, wenn das Klären schwerfällt?
Werteklärung ist ein Prozess, der sich über Wochen vertieft. Wenn beim Reflektieren belastende Themen auftauchen, kann ein professionelles Gespräch hilfreich sein. Bei akuter Belastung wenden Sie sich an den ärztlichen Bereitschaftsdienst (116117) oder die Telefonseelsorge (0800 111 0 111 oder 0800 111 0 222). Bei akuter Lebensgefahr 112.