Reflexionswerkzeug

Grübelübung

Eine strukturierte Übung bei kreisenden Gedanken. In vier kurzen Schritten treten Sie einen Schritt zurück und halten einen kleinen nächsten Schritt für morgen fest. Funktioniert auch nachts.

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Bevor Sie beginnen

Grübelübung

Diese Übung soll Sie nicht weiter in das Grübeln hineinführen. Sie soll Sie anregen, einen Schritt zurückzutreten und strukturiert darüber nachzudenken, was Sie gerade beschäftigt, und was ein kleiner nächster Schritt sein könnte.

  • Für wen geeignet: Menschen, die kreisende Gedanken kurz sortieren möchten.
  • Nicht geeignet für: akute Krisensituationen, ärztliche oder therapeutische Diagnostik.
  • Dauer: etwa 10 Minuten, vier Schritte.
  • Was Sie am Ende bekommen: eine kurze Zusammenfassung Ihrer Notizen zum Mitnehmen oder Speichern.
Was passiert mit Ihren Eingaben?

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Wenn Sie sich gerade akut belastet fühlen oder Hilfe brauchen, ist eine direkte Anlaufstelle der bessere Weg. Bei akuter Gefahr für sich oder andere wählen Sie 112. Der ärztliche Bereitschaftsdienst ist unter 116117 erreichbar. Die Telefonseelsorge ist kostenlos und vertraulich unter 0800 111 0 111 oder 0800 111 0 222.

Schritt 1 von 4

Was beschäftigt Sie gerade so sehr, dass Sie das Gefühl haben, keine Kontrolle über Ihre Gedanken zu haben?

Schreiben Sie ein oder zwei Sätze, so wie es Ihnen gerade kommt. Vielleicht hilft die Frage: Geht es um eine konkrete Aufgabe oder um eine Sorge, auf die Sie gerade keinen direkten Einfluss haben? Kann ich heute etwas tun? Oder brauche ich eher Distanz? Beides ist eine berechtigte Antwort.

Schritt 2 von 4

Welche Gedanken beschäftigen Sie im Moment besonders stark?

Mehrfachauswahl möglich.

Schritt 3 von 4

Können Sie an diesem Thema gerade etwas Konkretes beeinflussen?

Manche Gedanken brauchen einen kleinen Handlungsschritt. Andere brauchen eher Abstand oder eine Pause. Nicht jeder Gedanke muss zum Auftrag werden.

Schritt 4 von 4

Was wäre Ihr passender nächster Umgang damit?

Klein darf wirklich klein sein. Das kann ganz Verschiedenes heißen. Wenn ein Schritt möglich ist: zum Beispiel eine E-Mail anfangen, eine Telefonnummer raussuchen oder ein Gespräch vorbereiten. Wenn das Thema später dran ist: einen festen Zeitpunkt notieren, zu dem Sie sich kurz damit beschäftigen. Wenn gerade kein Einfluss möglich ist: das Thema bewusst parken, eine kurze Pause einlegen oder einen kleinen beruhigenden Schritt planen, etwa einen Spaziergang, ein paar tiefe Atemzüge oder ein Gespräch mit einer vertrauten Person. Wenn unklar: einfach festhalten, was Sie gerade brauchen. Das kann Ruhe sein, Sortieren, ein Gespräch oder Ablenkung.

Ihre Notizen

Sie haben sich Zeit für sich genommen.

Das Aufschreiben ist schon Teil der Übung. Sie müssen heute nicht alles lösen. Sie haben einen kleinen nächsten Schritt vor sich.

Was Sie aufgeschrieben haben

Diese Übung ersetzt keine Therapie. Wenn Grübeln häufig wird, der Schlaf gestört ist oder Sie sich schlechter fühlen, ist ein Vorgespräch sinnvoll.

Hintergrund

Was steht hinter diesem Tool?

Diese Übung kombiniert Elemente aus der Verhaltenstherapie (Worry-Postponement, Verhaltensaktivierung) und aus der Selbstmitgefühlsforschung (Compassion-Focused Therapy). Sie ersetzt keine Therapie und keine ärztliche Diagnose. Wenn Grübeln häufig wird oder den Schlaf stört, ist ein Vorgespräch sinnvoll.

Häufige Fragen

Kurz erklärt

Ist das eine Therapie?

Nein. Das Tool ist eine Selbsthilfeübung zur kurzfristigen Orientierung. Therapie ist eine professionelle Beziehung über mehrere Sitzungen.

Funktioniert das auch nachts?

Ja, ausdrücklich. Die Übung hilft, kreisende Gedanken kurz zu sortieren und einen kleinen nächsten Schritt für morgen festzuhalten. Sie müssen nichts heute Nacht lösen.

Was passiert mit meinen Eingaben?

Das Tool speichert keine Eingaben auf unserem Server und nicht dauerhaft im Browser. Wenn Sie den Tab schließen, sind die Eingaben weg. Details siehe Datenschutzbox im Tool.

Was, wenn das Tool mich überfordert?

Brechen Sie ab. Wenn es Ihnen akut belastet, wenden Sie sich an den ärztlichen Bereitschaftsdienst (116117) oder die Telefonseelsorge (0800 111 0 111 oder 0800 111 0 222). Bei akuter Lebensgefahr 112.

Im Akutfall

Wenn es akut belastend wird, suchen Sie sofort Unterstützung.